veröffentlicht am 18. Juni 2019 in Spanferkel von

Spanferkel würzen – leckere Marinade selber machen

Spanferkel würzen

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Damit das Grillergebnis geschmacklich überzeugt, kommt dem optimalen Würzen eines Spanferkels besondere Bedeutung zu. Welche Gewürze dabei verwendet werden, ist zuletzt nicht auch eine Frage des persönlichen Geschmacks. Und auch die Grillmethode wirkt sich auf die Geschmacksentfaltung der Gewürze und damit auf das Endergebnis aus. Außerdem sollte das Spanferkel auch während des laufenden Grillvorgangs mit einer speziell dafür angesetzten Marinade bestrichen werden. Die Gewürzzutaten für die Zubereitung eins Spanferkels sind überschaubar, eine aufwändige Zusammenstellung vieler einzelner Gewürze oder Gewürzmischungen ist also nicht erforderlich. Die Qualität des Schweinefleisches hat natürlich auch entscheidenden Einfluss. Deshalb sollte ein ganzes Spanferkel immer beim Metzger des Vertrauens vorbestellt werden. Frisches Schweinefleisch eignet sich nicht für den Grillvorgang als Spanferkel. Dieses sollte also mindestens drei Tage bis zu einer Woche abhängen, bevor gewürzt und gegrillt wird. Außerdem sollte das Spanferkel Fleisch mager, also nicht zu fett sein. Diese entscheidenden Hinweise sollten bei der Spanferkel Bestellung beim Metzger nicht fehlen.

Die perfekte Würzmarinade für ein Spanferkel

Das richtige Würzen des Spanferkels fängt bereits beim Metzger an. Denn falls gewünscht, kann das Spanferkel mit einer Pökel-Lake vorbehandelt, also gespritzt werden. Dadurch wird das zarte Fleisch von innen etwas gesalzt und es bleibt später beim Grillvorgang insgesamt saftiger. Wurde das Spanferkel vom Metzger nicht mit einer milden Pökel-Lake vorbehandelt, sollte es später unbedingt von innen etwas kräftiger gewürzt werden. Es gibt ganz unterschiedliche Gewürzmischungen, die sich zur Zubereitung eins Spanferkels bewährt haben. Auffallend sind dabei auch regionale Unterschiede, die das eine oder andere der Gewürze stärker betonen. Ganz wichtig ist es auch, das Spanferkel nicht erst am Grilltag zu marinieren, sondern bereits einen Tag vorher. Am besten sollte die Gewürzmischung über Nacht in das Fleisch einziehen. Denn beim Spanferkel handelt es sich eben um ein Stück Fleisch von enormer Größe. Die Grundzutat der Marinade besteht aus hochwertigem Öl. Je nach Belieben können dabei ganz unterschiedliche Ölsorten zum Einsatz kommen. Bewährt haben sich unter anderem Sonnenblumenöl, Rapsöl, Nussöl oder auch Olivenöl. Der strenge Geschmack des Olivenöls geht während des Garvorgangs auf dem Grill wieder verloren. Um die notwendige Säure in der Marinade zu gewährleisten, sollte der frisch gepresste Saft einer sonnengelben, reifen Zitrone dem Öl hinzugefügt werden. Ein wichtiges Würzmittel ist Senf, es sollten der Marinade also mindestens vier Esslöffel hinzugegeben werden. Ob es sich dabei um grobkörnigen Senf oder um eine milde oder scharfe Sorte handelt, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Marinade auf Ölbasis am besten über Nacht einziehen lassen

Auch eine süße Komponente darf in der Würzmarinade für das optimale Spanferkel nicht fehlen. Für diesen Zweck sollten der Marinade vier Esslöffel Honig hinzugefügt werden. Wer ein besonders knuspriges Endergebnis mag, kann die Menge an Honig auch noch erhöhen. Sojasoße, sowie ausreichend Salz und frischer Pfeffer aus der Mühle gehören ebenfalls in eine gelungene Marinade zum Würzen eines Spanferkels. Zwiebeln in kleine Würfel geschnitten können nach Belieben ebenfalls hinzugefügt werden. Ein besonders deftiges und geschmackvolles Aroma entfaltet das Spanferkel durch die Verwendung erlesener Kräuter in der Marinade. Diese sollten frisch sein und klein gehackt werden. Bewährt haben sich unter anderem Petersilie, Schnittlauch, Thymian, Majoran aber auch Rosmarin. Knoblauch kann der Marinade eine ganz besonders pikante Note verleihen. Da nicht jeder Knoblauch mag, kann dieser aber auch einfach weggelassen werden. Das gesamte Spanferkel sollte nun recht großzügig von außen aber auch von innen und von allen Seiten mit der frisch angesetzten Marinade bestrichen werden. Das Einbringen der Marinade kann auch mit den gewaschenen Händen geschehen. So vorbehandelt sollte das Spanferkel über Nacht möglichst in einem trockenen und kühlen Raum gelagert werden. Weil für diesen Zweck etwa 5 °C ideal sind, sollten für diesen Zweck dunkle Kellerräume bevorzugt werden. Das Spanferkel muss natürlich zur Lagerung unbedingt abgedeckt werden, dies geschieht zweckmäßigerweise mit Frischhaltefolie oder Alufolie. Bewährt hat es sich aber ebenfalls, das marinierte Spanferkel in einen gut verschlossenen Plastiksack zu packen. Übrig gebliebene Marinade kann dann noch hinzugefügt werden und in dem verschlossenen Plastikbeutel können die Gewürze über Nacht besonders gut einziehen.

Das Spanferkel während des Grillens großzügig mit Bier einsprühen

Ebenso wichtig wie das rechtzeitige Würzen vor dem Grillen, ist das Würzen während des eigentlichen Grillvorgangs. Denn nur so lässt sich ein überzeugendes, geschmackliches Endergebnis erzielen. Grundzutaten für das Würzen des Spanferkels beim Grillen sind Bier und Öl. Bier verleiht der Haut des Spanferkels nicht nur einen einzigartigen Geschmack, sondern auf eine überragende Knusprigkeit. Wie oft Bier und Öl während des Grillvorgangs zum Einsatz kommen, ist wiederum eine Frage persönlicher Vorlieben. Um eine schöne Kruste entstehen zu lassen und damit Gewürze während des Grillvorgangs besser eindringen können, sollte die Schwarte kreuzförmig eingeschnitten werden. Öl kann mit dem Bier zu gleichen Teilen gemischt werden. Sollte noch Marinade übrig sein, so kann diese ebenfalls hinzugefügt werden. Mit diesem Sud das ganze Spanferkel immer wieder während des Grillvorgangs bepinseln. Auch auf den richtigen Pinsel kommt es dabei an, ideal ist ein Malerpinsel mit Borsten aus Naturhaar und langem Stiel. Das Bier kann auch separat in eine Sprühflasche gefüllt werden, während des Grillens wird der Inhalt mehrfach über das Fleisch gesprüht. Die Garzeit ist vom Gewicht des Spanferkels abhängig und kann bis zu 5 Stunden betragen.